Alle Textsorten für Blogs
Warum diese Liste?
Im Content Marketing stellt sich immer wieder die gleiche Frage: Worüber soll ich als Nächstes schreiben? Oft liegt das Problem nicht am fehlenden Thema, sondern am fehlenden Format. Wer die verschiedenen Textsorten kennt, hat einen ganzen Werkzeugkasten an Möglichkeiten, um Themen immer wieder neu und spannend aufzubereiten.
Mit dieser Übersicht bieten wir Bloggern und Content-Verantwortlichen eine praktische Referenz aller gängigen Blog-Formate. Jede Textsorte hat ihre eigenen Stärken und eignet sich für unterschiedliche Ziele.
Service-Formate
Diese Formate liefern dem Leser konkreten Mehrwert und beantworten eine Frage oder lösen ein Problem.
How-To / Anleitung: Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die ein konkretes Problem lösen. Beispiel: "So erstellen Sie eine Content-Strategie in 5 Schritten." Ideal, um Expertise zu zeigen und bei Google gefunden zu werden.
Vergleich: Zwei oder mehr Optionen werden gegenübergestellt. Beispiel: "WordPress vs. Drupal: Welches CMS passt zu Ihrem Projekt?" Besonders wertvoll in der Entscheidungsphase von potenziellen Kunden.
Kuratierte Inhalte (Collation): Die besten Ressourcen zu einem Thema an einem Ort gesammelt. Beispiel: "Die 10 besten Podcasts für Digitalstrategen." Spart dem Leser Recherchezeit und positioniert Sie als Branchenkenner.
Listen-Post: Strukturierte Aufzählungen zu einem Thema. Beispiel: "7 Fehler, die jedes Webprojekt vermeiden sollte." Leicht zu scannen und werden überdurchschnittlich oft geteilt.
Infografik-Post: Komplexe Zusammenhänge visuell aufbereitet, begleitet von erklärendem Text. Ideal für Daten, Prozesse oder Vergleiche, die in reiner Textform schwer verständlich wären.
FAQ-Post: Häufig gestellte Fragen und Antworten zu einem Thema. Besonders SEO-wirksam, weil die Fragen oft genau so bei Google eingegeben werden.
"Was ist XYZ?"-Post: Erklärt einen Begriff oder ein Konzept verständlich. Beispiel: "Was ist ein Headless CMS?" Perfekt für Einsteiger und als Einstiegspunkt in komplexere Themen.
Daten-Story: Eigene Daten, Umfrageergebnisse oder Statistiken werden analysiert und interpretiert. Generiert Backlinks, weil andere Ihre Daten als Quelle zitieren.
Checklisten-Post: Praktische Checklisten zum Abhaken. Beispiel: "Website-Launch Checkliste: 25 Punkte vor dem Go-Live." Wird oft gespeichert und immer wieder verwendet.
Inspirational-Post: Motivierende Inhalte, Erfolgsgeschichten oder Denkanstösse. Spricht die emotionale Seite an und wird gerne in sozialen Medien geteilt.
Dialog-Formate
Diese Formate leben vom Austausch und bringen externe Perspektiven ein.
Interview: Ein Gespräch mit einer Expertin oder einem Experten aus der Branche. Bringt Glaubwürdigkeit, frische Perspektiven und oft auch das Netzwerk des Interviewpartners als Reichweite.
Umfrageergebnisse: Die Auswertung einer vorab durchgeführten Umfrage. Liefert exklusive Daten, die sonst niemand hat, und zeigt, dass Sie Ihre Zielgruppe verstehen.
Meinungs-Formate
Hier positionieren Sie sich und zeigen Haltung. Das schafft Profil und regt Diskussionen an.
Review / Rezension: Eine ehrliche Bewertung eines Tools, Buchs oder einer Dienstleistung. Leser schätzen unabhängige Einschätzungen, besonders wenn sie konkret und differenziert sind.
Rant: Ein pointierter, meinungsstarker Beitrag zu einem Missstand in der Branche. Mit Vorsicht einsetzen, aber wenn gut gemacht, erzeugt er hohe Aufmerksamkeit und Diskussion.
Debate-Post: Zwei gegensätzliche Positionen zu einem Thema. Kann als Pro/Contra-Format oder als Dialog zwischen zwei Autoren aufgebaut werden.
Hypothetischer Post ("Was wäre wenn"): Gedankenexperimente, die zum Nachdenken anregen. Beispiel: "Was wäre, wenn Google morgen verschwindet?" Kreativ und überraschend.
Zukunfts-Post: Prognosen und Trends für die Branche. Beispiel: "5 Web-Trends, die 2026 prägen werden." Zeigt strategisches Denken und wird am Jahresende gerne gelesen.
Mythos-Post: Verbreitete Irrtümer werden aufgedeckt und korrigiert. Beispiel: "5 SEO-Mythen, die Sie vergessen sollten." Erzeugt Neugier durch die Konfrontation mit dem eigenen Wissen.
Veränderungs-Post: Dokumentiert einen Wandel oder eine Neuausrichtung. Beispiel: "Warum wir von React zu Next.js gewechselt haben." Authentisch und lehrreich.
Fun Facts: Überraschende, unterhaltsame Fakten rund um ein Fachthema. Lockert den Content-Mix auf und zeigt, dass hinter der Expertise auch Humor steckt.
Fazit-Post: Zusammenfassung und persönliche Einordnung nach einem Projekt, Event oder einer Phase. Verdichtet Erfahrung zu konkreten Erkenntnissen.
Learnings-Post: Ähnlich wie Fazit, aber fokussiert auf konkrete Lektionen. Beispiel: "Was wir aus 100 Website-Projekten gelernt haben." Besonders glaubwürdig, weil aus eigener Erfahrung.
Reportage-Formate
Diese Formate erzählen Geschichten und geben Einblicke, die man sonst nicht bekommt.
Erfahrungsbericht: Persönliche Erfahrungen mit einem Produkt, einer Methode oder einem Prozess. Authentisch und nachvollziehbar.
Livebericht: Echtzeit-Berichterstattung von Konferenzen, Events oder Launches. Erzeugt Dringlichkeit und gibt Lesern das Gefühl, dabei zu sein.
Porträt: Ein Blick auf eine Person, ein Team oder ein Unternehmen. Schafft Nähe und macht abstrakte Organisationen greifbar.
Jahresrückblick: Was ist im vergangenen Jahr passiert? Highlights, Erkenntnisse und Meilensteine. Tradition, die Leser erwarten und schätzen.
Vorschau: Was steht an? Geplante Projekte, kommende Features oder Branchen-Events. Weckt Vorfreude und zeigt, dass Sie vorausdenken.
Behind The Scenes: Ein Blick hinter die Kulissen. Wie arbeiten Sie? Welche Tools nutzen Sie? Wie sieht Ihr Alltag aus? Schafft Vertrauen durch Transparenz.
Nachrichten-Formate
Aktualität als Treiber für Aufmerksamkeit und Relevanz.
News-Post: Aktuelle Neuigkeiten aus der Branche, sachlich und schnell aufbereitet. Positioniert Sie als aktuelle Informationsquelle.
Newsjacking: Ein aktuelles Ereignis wird aufgegriffen und mit Ihrer Expertise verknüpft. Beispiel: Ein grosses Google-Update erscheint und Sie ordnen die Auswirkungen für Ihre Zielgruppe ein. Erfordert Schnelligkeit, bringt aber hohe Reichweite.
Welches Format passt?
Die Wahl des Formats hängt von drei Faktoren ab:
- Ziel: Wollen Sie informieren, überzeugen, unterhalten oder positionieren?
- Zielgruppe: Sind Ihre Leser Einsteiger oder Profis? Suchen sie schnelle Antworten oder tiefe Analysen?
- Ressourcen: Ein Interview braucht einen Gesprächspartner. Eine Daten-Story braucht Daten. Ein Livebericht braucht ein Event.
Unser Tipp: Wechseln Sie regelmässig zwischen den Formaten. Ein Blog, der nur aus Listen-Posts besteht, wird langweilig. Die Mischung macht den Unterschied.
Lassen Sie uns darüber sprechen
Sie möchten einen Blog aufbauen oder Ihre Content-Strategie weiterentwickeln? Wir beraten Sie gerne. Das erste Gespräch ist immer kostenlos.

Lukas Fischer
CEO/Gründer & Digital Consultant
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